© R&E.www  2011 HUMAN-ROBOT.INFO Die Roboter kommen !!! Roboter werden unseren Alltag vermutlich in naher Zukunft als sympathische und freundliche Begleiter bestimmen, das heißt, sie werden menschliche Züge bekommen. Den Prototypen gibt es schon, er heißt Asimo und wurde von der japanischen Firma Honda im November 2000 vorgestellt. Auch Wissenschaftler der NASA arbeiten am Androiden, der sowohl im Weltall mit Astronauten als auch bei ganz irdischen Verrichtungen mit Menschen kooperiert. Roboter Der Android ASIMO ist - je nach Typ - 1,60 bis 1,91 m groß, kann laufen, im Kreis rennen und besitzt 34 Freiheitsgrade. Seine "Intelligenz" ähnelt der eines drei- bis vierjährigen Kindes oder eines Hundes. Er kann Dinge hin und her tragen und Lichtschalter bedienen. 2004 nahm man ASIMO in die Robot Hall of Fame auf, an der Uni Bielefeld arbeiten seit 2007 zwei Asimos. Das NASA-Modell Illah Nourbakhsh, ein an den NASA-Forschungen beteiligter Wissenschaftler, erklärt es so: Das Ziel sei nicht, den Robotern menschliches "Denken" beizubringen. Vielmehr sollen die Androiden (= griechisch: Mannähnlich) handeln, interagieren und reagieren, wie es Menschen von Menschen gewohnt sind. Die drei Bereiche, in denen die NASA- Forscher den Human Robot entwickeln, heißen: 1. Kooperative Steuerung. Mensch und Roboter arbeiten und sprechen miteinander als Partner. Der wesentlichste Vorteil der Kommunikation mit normaler menschlicher Sprache besteht darin, dass der Android den Menschen nach etwas fragt und um etwas bittet, um die Beschränkungen eines Roboters zu kompensieren. 2. Die logische Argumentationskette bei Handlungsprozessen. Das bedeutet, der Human Robot "versteht", dass auf A im nächsten Schritt B folgt. Dass es Kausalitäten gibt, Gründe für etwas. Auch das soll die Interaktion zwischen Mensch und Android erleichtern. 3. In Feldversuchen wird den Robotern die Spezialisierung auf bestimmte Aufgaben "beigebracht". Sie lernen, so wie Menschen Berufe lernen, Aufgaben im Hallenbau, bei der Prüfung von Rohrleitungen, im Druckbehälterbau oder bei der Umweltanalyse zu übernehmen. Sie montieren Gebäude, graben mit Werkzeugen oder schweißen Stahlträger, und das alles nach einem vorher ausgearbeiteten Plan. Eine Checkliste der Aufgaben wird abgearbeitet, und zwar so, wie es Menschen auch tun. Es werden Prioritäten gesetzt, und manchmal muss man sich bei der Arbeit veränderten Bedingungen anpassen. Bei der NASA sind mehrgleisige Forschungsprojekte im Gange, welche die Mensch-Maschine-Kommunikation und die Robotor-Intelligenz verbessern sollen. Bei dem Multi-Millionen- Dollar-Projekt arbeiten auch Wissenschaftler der Universität Pittsburgh und des National Institutes of Standards and Technology mit. Eins der Ziele ist es, die Interaktion zwischen Androiden und Menschen auch auf mittlere und weite Distanzen zu ermöglichen. Große Einsatzmöglichkeiten ergeben sich im Weltall, weshalb speziell die NASA die Entwicklungen forciert. Der herkömmliche Dialog zwischen Mensch und Human Robot, der auf Kommando und Überwachung beruht, stößt an seine Grenzen. Denn diese Systeme sind an eine strikte Aufgabendefinition entsprechend den Ressourcen des Systems gebunden. Bei modernen, humanoiden Robotern hingegen wird eine Aufgabe eher weitläufig definiert. Dem Roboter werden Entscheidungen überlassen, er wird auch nicht mehr permanent überwacht. Humanoide Roboter lösen Probleme, wenn sie entstehen, sie reagieren flexibel. Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig und ergeben sich überall da, wo Aufgaben nicht von vornherein fest definiert werden können: In der Geologie wie bei Vermessungsarbeiten, im Transportwesen, bei der Wartung von Maschinen oder als Sanitäter für verletzte Astronauten. Die Androiden arbeiten dabei selbstständig und "fragen" nur, wenn sie Probleme nicht selbst lösen können. Das Fragen wird in Umgebungen, in denen nichts zu hören ist, auch durch Gestikulieren erfolgen. Nicht nur menschliche Sprache, auch Körpersprache und Gestik müssen also die Androiden lernen.